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Cavour. Biographische Aufzeichnungen. Auf Veranlassung und mit einem Vorwort von Dr. F. v. Holtzendorff Übersetzt von Dr. Ernst

Autor:( Massari, Joseph: )

Verlag: Leipzig, Johann Ambrosius Barth, 1874.

Gewicht: 550 Gramm

Titel: Cavour. Biographische Aufzeichnungen. Auf Veranlassung und mit einem Vorwort von Dr. F. v. Holtzendorff Übersetzt von Dr. Ernst




Camillo Benso Graf von Cavour (italienisch Camillo Benso Conte di Cavour; * 10. August 1810 in Turin; † 6. Juni 1861 in Turin) war der Staatsmann, der die Italienische Einheit vorantrieb, der Architekt der italienischen Verfassung und der erste Ministerpräsident des neuen Königreiches Italien. Cavour wurde in Turin, der Hauptstadt des Königreiches Piemont-Sardinien, das vom Hause Savoyen regiert wurde, geboren. Als Sohn einer angesehenen Piemonteser Familie wurde von ihm erwartet, eine respektable Karriere zu starten. Daher trat er in die sardische Armee ein, wo er zuletzt den Rang eines Oberleutnants bekleidete. Doch aufgrund seiner radikalen liberalen Gedanken wurde er unter Druck gesetzt, die Armee zu verlassen, und so quittierte er 1831 den Dienst. Nach dieser Militärzeit reiste er durch Europa, wobei er Politik und Landwirtschaft studierte. Cavours Studien von Regierungen und seine Erlebnisse während der Julirevolution in Frankreich 1830 verstärkten seine liberalen Ansichten. Die erfolgreich eingesetzte konstitutionelle Monarchie, mit Ludwig Philipp als König, überzeugte ihn von der Effizienz einer solchen Staatsform. Cavour, welcher vom nationalistischen Eifer des frühen 19. Jahrhunderts ergriffen war, strebte auch eine Einigung Italiens an. Seine Studien der Landwirtschaft weckten sein Interesse an der Industrialisierung und an Infrastruktur ganz allgemein. Er modernisierte Italien sowohl politisch als auch technologisch. Mit der Wahl des liberalen Papsts Pius IX. 1846 sah Cavour die Möglichkeit, für die Reformen einzutreten. [1847 gründete er Il Risorgimento („Die Wiederauferstehung“, der Ausdruck wurde später gleichbedeutend mit der Einigung Italiens), eine Zeitung, welche den Liberalismus, den Konstitutionalismus und die Einheit Italiens unterstützte. Als Herausgeber wurde er damit bald zu einer mächtigen Gestalt der sardischen Politik. Im Laufe des Jahres 1848 gab es eine Reihe gewalttätiger Revolutionen in Europa. Die Erhebung im Königreich beider Sizilien erschütterten die Herrschaft von König Karl Albert von Piemont-Sardinien. Vom Einfluss von Il Risorgimento und der Uneinigkeit in seinem Reich unter Druck gesetzt, räumte er am 8. Februar 1848 Sardinien eine Charta der Freiheiten ein. Hocherfreut von diesem Erfolg, wandte sich Cavour an Karl Albert mit der Bitte, dieser solle Österreich den Krieg erklären. Dieses regierte zu der Zeit den größten Teil Italiens durch unbedeutende Vasallen. Die perfekte Gelegenheit kam am 19. März, als in Turin die Neuigkeiten ankamen, dass in Mailand eine Revolte gegen den habsburgischen Herrscher ausgebrochen sei. Am 15. März gab Karl Albert dem Druck Cavours und seiner Partei nach und erklärte Österreich den Krieg. Obwohl Sardinien von Österreich in der Schlacht bei Novara besiegt wurde und italienische Revolutionäre in der Lombardei, Venetien und Mailand niedergeworfen wurden, blieben der Liberalismus und der Nationalismus Italiens bestehen – in den Juli-Wahlen 1848 gewann Cavour einen Sitz in der sardischen Abgeordneten-Kammer – und nach der Niederlage gegen Österreich dankte Karl Albert zu Gunsten seines liberaleren und mächtigeren Sohns Viktor Emanuel II. ab. Unter dessen Amtszeit blühte Cavours politische Karriere. 1850 wurde er Minister für Landwirtschaft und Handel und 1851 Finanzminister. Nach dem Scheitern der Revolutionen von 1848 bereinigte Cavour seine liberalen Gedanken und beschloss, seinen Idealismus zu Gunsten einer Realpolitik aufzugeben. Er dachte, dass, selbst wenn Italien nicht durch eine Revolution geeinigt werden könne, eine starke und berechnende Herrschaft eine Chance hätte. In seinen ersten beiden Regierungsämtern arbeitete er hart, Sardinien zu stärken. Er organisierte die Armee, das Gerichts-System, das Finanzsystem und die Bürokratie neu. Er trieb auch die Entwicklung der Industrie voran und ließ Fabriken und Eisenbahnlinien bauen, so dass Sardinien einer der modernsten Staaten Europas zu seiner Zeit wurde. Zitiert nach Wikipedia. Mit einem litographischen Portrait.








 

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