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Mein zwanzigstes Jahrhundert : Auf d. Weg zu e. Autobiographie.

Autor:( Marcuse, Ludwig: )

Verlag: München : List, 1960.

Gewicht: 550 Gramm

Titel: Mein zwanzigstes Jahrhundert : Auf d. Weg zu e. Autobiographie.




Ludwig Marcuse (* 8. Februar 1894 in Berlin; † 2. August 1971 in Bad Wiessee) war ein deutsch-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller. Dem jüdischen Großbürgertum entstammend, nahm er nach Beendigung der Schulzeit im Jahr 1913 ein Studium der Philosophie in seiner Heimatstadt auf. Später wechselte er nach Freiburg im Breisgau, um dort sein Studium auf dem Gebiet der Literatur fortzusetzen. Im Jahre 1917 promovierte er in Berlin bei Ernst Troeltsch mit einer Arbeit über Friedrich Nietzsche. Nietzsche blieb ihm zeitlebens ein Leitstern, den er gegen die vielfältigen modischen Vereinnahmungen (und konkreter: der Nazis) zu verteidigen verstand, selbst während seiner Zeit in den USA: „Nietzsche ist der größte Pechvogel der Philosophiegeschichte. Er wurde von Analphabeten nicht nur in ihr Deutsch übersetzt, sondern auch noch in ihre Wirklichkeit.“ Nach einer kurzen Assistententätigkeit bei Troeltsch war Marcuse als freier Schriftsteller und Theaterkritiker in Berlin, Königsberg und Frankfurt am Main tätig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 sah er sich wegen seiner jüdischen Herkunft gezwungen, Deutschland zu verlassen. Bis 1939 lebte er – wie viele andere deutsche Intellektuelle – in Sanary-sur-Mer. Noch im selben Jahr gelang ihm, nach einem halbjährigen Aufenthalt in der Sowjetunion, die Flucht in die USA. Dort übernahm er eine Professur an der University of Southern California in Los Angeles, wo er deutsche Literatur und Philosophie lehrte. Er schrieb auch unter dem Pseudonym Heinz Raabe. Nachdem man ihn 1937 aus Deutschland ausgebürgert hatte (seine Werke waren in der Zeit von 1933 bis 1945 in Deutschland verboten), erhielt er 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seine jüngere Schwester Edith wurde im Januar 1942 aus Berlin-Charlottenburg verschleppt, sie starb (Marcuse wörtlich: „verendete“) am 8. Mai 1945 im Alter von 48 Jahren. In Papieren aus dem Nachlass, der an Marcuse gelangt ist, hat sie die Alltagssituation von Juden beschrieben, die 1941 in Berlin lebten. Zusammen mit der Mutter hatte Edith in einer kleinen Pension in Berlin-Charlottenburg gewohnt, bis ein Portier sie denunzierte. Die Mutter starb 1942 im Alter von achtundsiebzig Jahren herzkrank. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hielt sich Marcuse zeitweilig in Deutschland auf, um sich Anfang der 60er Jahre in Bad Wiessee wieder dauerhaft niederzulassen. Hier verstarb er 1971. Der „große, unbedankte Aufklärer der Deutschen“ (Hans Heinz Hahnl) verfasste neben seinen Büchern auch zahlreiche Theaterkritiken, Rezensionen und Kommentare zum Zeitgeschehen. Letzteres etwa für eine Radiosendung des Bayerischen Rundfunks in den frühen 60er Jahren. In seinem literarischen Schaffen orientierte er sich hauptsächlich an den Schriftstellern des 19. Jahrhunderts sowie den Expressionisten des 20. Jahrhunderts. Daraus resultieren beispielsweise seine Publikationen über Heinrich Heine, August Strindberg und Georg Büchner. Weiterhin veröffentlichte er zwei Autobiografien. Seine individualistische Philosophie ist in dem Buch von Karl-Heinz Hense Glück und Skepsis - Ludwig Marcuses Philosophie des Humanismus" untersucht worden." Zitiert nach Wikipedia








 

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